Visuelle Rhetorik – beim Publikum im Kopf bleiben

visuelle Rhetorik

Wer bei seinem Publikum im Kopf bleiben will und mit seiner Präsentation erfolgreich sein möchte, braucht einen einprägsamen Vortrag und eindrucksvolle Folien. Es geht darum, in den Köpfen der Zuhörer Bilder zu schaffen. Entweder durch das Anregen der Fantasie oder konkret durch die Gestaltung der Folien. Genau darum dreht sich die visuelle Rhetorik. Wie Sie diese gekonnt einsetzen, verrate ich Ihnen hier:

Im Grunde geht es darum, den Zuschauern etwas Neues zu bieten und damit die Denkprozesse in neue Bahnen zu leiten. So wird das Gehirn aus seiner gewohnten Routine gerissen. Natürlich dürfen die Inhalte nicht überfordern, sondern weiterhin leicht zu dekodieren sein. Das ist entscheidend für eine erfolgreiche Präsentation. 

Wortebene

Die visuelle Rhetorik umfasst viele Bereiche. Wenn wir sie auf der Wortebene einsetzen möchten, geht es darum, Buchstaben auszulassen, zu vertauschen oder sogar bewusst falsch zu schreiben. Das wird die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen.

Beispiel:

Beispiele dazu, findet man immer wieder: eines davon ist die hessische Optikerkette Neusehland, die die gewohnte Rechtschreibung von Neuseeland verändert und so ein neues Wort kreiert, das doch bekannt klingt.

Textebene

Setzt man visuelle Rhetorik in Texten ein, dann werden häufig doppeldeutige Wortspiele genutzt, um damit Aufmerksamkeit zu erzielen.

Beispiel:

Mercedes wählte für die Werbung eines Sportwagens zum Beispiel die Überschrift: „Jetzt den Traum wagen“.

Bildgestaltung

Die visuelle Rhetorik in der Bildgestaltung dreht sich vor allem um den Einsatz von Analogien. Geht es in einer Präsentation zum Beispiel um Teamwork, werden oft Bilder von Mannschaftssportarten genutzt. Auch wenn das Unternehmen an sich keine Verbindung zu Sportvereinen hat. Bei Themen wie Ausdauer und Schnelligkeit in der Geschäftswelt, werden häufig Bilder von Läufern oder Sprintern verwendet. Wenn es um das Gedächtnis geht, nutzt man gerne das Bild eines Elefanten, aufgrund seines Rufes nichts zu vergessen, usw.

Das sind alles Möglichkeiten, wie Sie Ihrer Präsentation mehr Pepp verleihen können. Sie werden merken, dass eine interessante Überschrift/Slogan zusammen mit spannend gestalteten Folien sehr wirkungsvoll ist, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zu ziehen.

Neben Ihren Folien können Sie aber auch durch Ihren Vortrag Bilder in den Köpfen Ihrer Zuhörer entstehen lassen. Wie? Indem Sie Metaphern nutzen und in Bildern sprechen.

Visuelle Rhetorik – Metaphern

Bei Metaphern wird ein Begriff aus seinem Bedeutungszusammenhang in einen anderen Themenbereich übertragen, um das eigentliche Wort treffend zu charakterisieren.

Beispiel:

Wenn Sie von Ihrem Produkt als den „Rolls Royce“ in Ihrer Branche sprechen, weiß jeder, was damit gemeint ist. In den Köpfen Ihres Publikums entsteht sofort ein Bild von Präzision und Hochwertigkeit. Dabei haben Sie nur eine Automarke genannt.

Visuelle Rhetorik – Analogien

Bei Analogien geht es darum, Sachverhalte mit einem sich-ähnlichen oder sogar sich entsprechenden Spruch zu verdeutlichen.

Beispiel:

Sie sagen zum Beispiel, dass „zu viele Köche den Brei verderben“, wenn es darum geht, dass die zusätzlichen Geschäftsführer mehr Chaos als Ordnung in das Unternehmen gebracht haben. 

Visuelle Rhetorik – Allusionen

Allusionen sind Anspielungen auf Zitate oder Geschehnisse aus der Vergangenheit. Dazu zählen zum Beispiel auch Film- oder Buchzitate.

Beispiel:

Sie sprechen davon, dass jemandes Nase immer länger wird (Anspielung auf die Geschichte von Pinocchio). Oder sie reden von jemandes Schwachstelle als Achillesverse (Anspielung auf den griechischen Sagenhelden Achilles).

Fazit

Im Grunde geht es bei der visuellen Rhetorik darum, Bildern in den Köpfen der Zuhörer entstehen zu lassen. Dabei ist es aber wichtig, sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, aus welchen Personen das Publikum besteht. Das hilft einzuschätzen, welche Zitate, Vergleiche und Anspielungen auch richtig verstanden werden können. Nutzen Sie diese Hilfen. Damit wird Ihr Publikum die Inhalte nicht nur besser verstehen, sondern auch besser abspeichern können.

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