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WARUM SIE UNBEDINGT MEHR METAPHERN IN IHREN PRÄSENTATIONEN VERWENDEN SOLLTEN

Die Metapher ist ein hochwirksames rhetorisches Stilmittel, um Sachverhalte bildhaft einprägsam darzustellen. Der wörtliche Herkunft des Begriffs Metapher stammt aus dem Griechischen und bedeutet Übertragung. Eine Metapher besteht aus einem Wort oder aus einer Gruppe an Worten, die im übertragenen Sinne bildhaft eine Information vermittelt.

Durch die Verwendung von Metaphern schaffen Sie ein plastisches Bild Ihrer Botschaft in den Köpfen Ihres Publikums, das einfach gemerkt werden kann und so Ihre Botschaft wirkungsvoller transportiert.

Auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind, benutzen wir in unserem alltäglichen Leben häufig Metaphern. Sie sind fester Bestandteil unserer Kommunikation. Die Wirkung der Metaphern hat etwas mit der Funktionsweise unseres Gehirns zu tun. Wir können Informationen, die mit einem Bild verknüpft sind, besser erfassen und verarbeiten als Information ohne bildliche Verbindung. Durch die Verwendung von Metaphern werden beide Gehirnhälften angesprochen und gewährleisten dadurch eine gute Verankerung der Informationen im Gedächtnis.

Die Ein-Wort-Metapher:

  • Warteschlange (Personen warten in einer Reihe)
  • Bleiwüste (endlos langer und ungegliederter Text)
  • Sternstunde (schicksalhafter Moment)
  • Baumkrone (Spitze eines Baumes)
  • Rabeneltern (schlechte Eltern)
  • Adlerauge (sehr gutes Sehvermögen)

Die Metapher-Wortgruppen:

  • Durch die rosarote Brille sehen (die Realität verklären)
  • Die Nadel in Heuhaufen (schwer zu finden)
  • Nägel mit Köpfen machen (eine Sache zu Ende bringen)
  • Schnee von gestern (bedeutungslose Angelegenheit aus der Vergangenheit)
  • Aus allen Wolken fallen (völlig überrascht sein)
  • Wink mit dem Zaunpfahl (eindeutiger Hinweis)

Noch wirkungsvoller sind die sogenannten Geschichtenmetaphern, bei denen bildhafte Vergleiche in eine Geschichte verpackt werden. Meistens bestehen Geschichtenmetaphern aus einer längeren Situationsbeschreibung im Vorfeld, auf die dann die Metapher folgt. Typisch für diese Art der Metapher sind Formulierungen wie etwa „das wäre genauso als würden Sie …“, „das ist dasselbe als wenn …“, „das wäre nichts anderes als wenn …“.

Beispiele für eine Geschichtenmetapher:

  • Im Jahr 1969 landeten die ersten Astronauten auf dem Mond. Bis dato waren Menschen noch nie so weit gereist. Beim Flug und der Landung auf dem Erdtrabanten und der sicheren Rückkehr zur Erde verhalf ihnen ein Computer mit 4 Kilobyte Arbeitsspeicher und einem 1,024-MHz-Prozessor. Ein unglaublich mutiges Unterfangen sein Leben einem so schwachen Rechner anzuvertrauen. Doch wieso haben sich die Astronauten darauf eingelassen? Das wäre ja genauso, als würde ich zu Ihnen sagen: Steigen Sie in diese Mondrakete, ich habe den Kurs mit meinem Handy berechnet. Und wir wissen ja alle, dass Mobiltelefone heute in der Regel leistungsfähiger sind als der NASA-Rechner von 1969.
  • Bei einem Feldzug mussten römische Legionäre wahre körperliche Höchstleistungen vollbringen. Die Ausrüstung, die sie tragen mussten, wog rund 30 Kilogramm. Damit mussten sie 35 bis 40 Kilometer am Tag marschieren. Am Abend mussten sie ihr Lager aufbauen, das bedeutet einen Graben ausheben und zusätzlich einen Schutzwall mit Palisaden errichten. Am folgenden Tag mussten die Legionäre weiter marschieren oder auf dem Schlachtfeld kämpfen. So konnte das mehrere Wochen gehen. Wissenschaftler haben im Versuch herausgefunden, wie hoch die tägliche körperliche Belastung für den einzelnen Legionär tatsächlich war. Schier unglaubliche 8.000 bis 10.000 Kalorien hat ein Soldat pro Tag verbraucht. Das wäre so, als müssten Sie einen Ironman laufen. Und zwar jeden Tag.

Bei der Benutzung von Metaphern werden Sachverhalte anschaulich vermittelt. Es entstehen automatisch Bilder in den Köpfen Ihres Publikums und Ihre Botschaft kann einprägsamer durch Metaphern transportiert werden.  Erzählen Sie beispielweise, wie viel Hektoliter Wasser eine Kläranlage täglich reinigt, dann kann es passieren, dass Ihre Zuhörer mit der genannten Zahlenmenge nicht viel anfangen kann. Erzählen Sie Ihren Zuhörern jedoch, dass es täglich xxx Badewannen oder xxx Schwimmbäder sind, wird die Zahl für Ihr Publikum verständlicher. Streng genommen handelt es sich bei diesem Beispiel um keine Metapher, aber um ein Sinnbild.

Lassen Sie daher für ein besseres Verständnis Ihrer Zuhörer Bilder in den Köpfen Ihres Publikums entstehen. Gleichsam führt die Verwendung von Metaphern dazu, dass sich Ihre Zuhörer intensiver mit Ihrem präsentierten Thema befassen. Bleiben wir bei den oben angeführten Beispielen. Ihr Publikum versetzt sich eher in die erbrachten Leistungen der römischen Legionäre oder der Astronauten, wenn diese die Leistungen richtig erfassen und verstehen können. Zählen Sie nur nackte Fakten auf, sind diese meist schwieriger nachzuvollziehen. Mit der Verwendung von Metaphern bewegt sich Ihr Publikum vom passiven Zuhören zum aktiven Mitdenken oder gar Miterleben. Überlegen Sie daher in Ihrer Präsentationsvorbereitung ganz genau, wie Sie Ihre Hauptargumente durch eine passende Metapher noch stärker transportieren können.

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