FOLIENGESTALTUNG (TEIL 1) – WENIGER IST MEHR

Foliengestaltung

Bei der Foliengestaltung gilt es gewisse Grundlagen zu beachten, damit diese am Ende gut ankommen. Diese Regeln gelten für alle Präsentationen, ganz unabhängig, über welches Thema Sie sprechen oder welche Zielgruppe Sie erreichen möchten. Dieser und der nächste Artikel werden Ihnen helfen, Ihre Folien auf ein neues Level zu bringen. Der erste Teil befasst sich dabei zunächst damit, wie man bei der Gestaltung der Folien „auf den Punkt“ kommt.

Haben Sie schon einmal von Garr Reynolds gehört? Er hat ein Buch mit dem Titel „Presentation Zen“ veröffentlicht. Die japanischen „Zen-Gärten“ sind für Ihre klaren Strukturen bekannt. Genauso setzt Reynolds bei Präsentationen den Fokus auf Prägnanz, Einfachheit und Präzision. Seine Bücher dazu wurden weltweit zum Bestseller. Er scheint damit also vielen aus dem Herzen zu sprechen, wenn er sich mehr Klarheit bei Präsentationen wünscht. Daher ist es auch in puncto Foliengestaltung ratsam, diese einfach zu halten. Manche tun sich damit aber oft schwer, da sie Angst haben, dass so wichtige Punkte in ihrer Präsentation verloren gehen. Irgendwie scheint alles wichtig zu sein und man möchte dem Publikum keine Informationen vorenthalten. Doch darf man nicht vergessen, dass die Aufnahmefähigkeit des Publikums nur begrenzt ist. Irgendwann ist das Limit erreicht und alle weiteren Infos gehen einfach nur verloren. Es bringt also nichts, die Folien mit Inhalten zu beladen oder einen Foliensatz auf über 100 Slides zu vergrößern. Irgendwann wird einfach niemand mehr zuhören. Drücken Sie sich besser einfach und kurz aus.

Und machen Sie sich im Voraus Gedanken darüber, was Ihre Kernbotschaften sind. Was möchten Sie dem Publikum mitgeben? Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Tipps vor, wie Sie Ihre Folien übersichtlicher und klarer gestalten können.

3 TIPPS FÜR MEHR KLARHEIT IN DER FOLIENGESTALTUNG:

  1. Achten Sie darauf, Textpassagen in Ihrer Präsentation so kurz wie möglich zu halten. Letztlich geht es auch darum, dass das Publikum Ihnen zuhört und nicht nur mit Lesen beschäftigt ist. Beides gleichzeitig ist kaum möglich. Wenn Sie Ihre Texte also auf das Wesentliche reduzieren, können Ihre Zuhörer Ihnen nicht nur aufmerksamer zuhören, sondern sich Ihre Aussagen auch besser merken.
  2. Vergessen Sie nicht: Man sollte zwischen Ihrem Vortrag und Ihren Folien unterscheiden können. Denn der Zweck der Folien besteht darin, Ihre Aussagen zu unterstützen, nicht genauso wiederzugeben. Ihren Vortrag sollte man nicht wortwörtlich in Ihren Folien wiederfinden. Denn wenn Sie nur von den Folien „ablesen“, ist Ihr Publikum schnell gelangweilt. Darüber hinaus werden Sie damit keinen positiven Eindruck auf Ihre Zuhörer machen. Geht es stattdessen um das Versenden einer Präsentation, dann sollten Ihre Folien auch ohne einen zusätzlichen Referenten verständlich sein. Das erfordert selbstverständlich mehr Text.
  3. Noch ein Tipp, wenn es um die Anzahl Ihrer Folien geht: Scheuen Sie sich nicht davor, mehrere Folien zu nutzen, um wichtige Infos zu vermitteln. Alles auf eine Folie zu pressen, macht sie am Ende nur unübersichtlich. Natürlich sollten Sie Ihr Publikum nicht mit Hunderten von Folien „erschlagen“. Trotzdem begegnen einem manchmal Präsentationen, in denen eine einzige Folie mit Diagrammen, Bildern, Textblöcken und/oder Bulletpoints regelrecht „zugepflastert“ ist. Teilen Sie diese Blöcke lieber auf mehr Folien auf. So hat es Ihr Publikum leichter, Ihre Inhalte zu erfassen und abzuspeichern.

FAZIT

Bombardieren Sie Ihr Publikum nicht mit Folien und Inhalten. Seien Sie sich bewusst, dass jeder nur eine begrenzte Aufnahmekapazität hat. Ihr Publikum kann Ihnen entweder zuhören oder Ihre Folien lesen. Daher sollten Ihre Folien als Unterstützung Ihrer Ausführungen nutzen und nicht als Ersatz dafür.

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