Urheberrecht in Präsentationen

Urheberrecht in Präsentationen

Alle Präsentationen unterliegen dem Urheberrecht. Sobald Sie fremde Bilder, Videos oder andere Inhalte in Ihrer Präsentation nutzen möchten, sollten Sie die gesetzlichen Regelungen beachten. Ansonsten kann es ziemlich schnell ins Geld gehen.

Aus diesem Grund zeigen wir Ihnen im Folgenden, welche Gefahren hinter der unerlaubten Nutzung fremder Inhalte stecken und was es zu beachten gibt. Es geht dabei nicht um juristische Ratschläge, sondern darum Sie für dieses Thema zu sensibilisieren. Bei Bedarf oder im Zweifelsfall sollten Sie daher einen erfahrenen Juristen aufsuchen.

Natürlich will man in den eigenen PowerPoint-Präsentationen dem Publikum interessante Inhalte bieten. Nur oft fehlen einem die passenden Grafiken und Bilder, um Spannung zu erzeugen. An dieser Stelle kommt das Internet zum Einsatz, wo man zahlreiche Medien finden und herunterladen kann. Das kann eine Präsentation schnell auf ein neues Niveau heben. Doch stellt sich dabei die Frage: Ist es erlaubt, Inhalte aus fremden Quellen einfach so in die eigenen PowerPoint Präsentationen einzubauen? Und gehören einem die Bilder, Videos, … auch wirklich, wenn man dafür gezahlt hat? Alles rund um das Thema Urheberrecht erfahren Sie in diesem Beitrag.

GRAFIKEN, ILLUSTRATIONEN UND FOTOS

  • Fast alle Fotos, Grafiken und Illustrationen, die im Internet zu finden sind, sind rechtlich geschützt. Das gilt auch für Bilder, die Sie unter Google Bilder finden. Da sollten Sie immer vorsichtig sein.
  • Informieren Sie sich über die Rechte bei den Urhebern der Medien. Oft steht es sogar dabei, ob und wie diese Inhalte verwendet werden dürfen. Manchmal reicht es aus, den Namen des Fotografen oder den Namen der Seite als Quelle anzugeben. Es gibt auch Fälle, in denen Sie etwas zahlen müssen, um ein Foto verwenden zu dürfen. Inhalte, wo Sie keinen Rechteinhaber oder keine klare Nutzungsbedingung finden, sollten Sie sicherheitshalber nicht verwenden.
  • Bilderdienste und -datenbanken sind der wohl bekannteste Weg, um Bilder für die eigenen Präsentationen zu finden. Oft finden Sie dort auch Vektorgrafiken, Logos, Illustrationen, usw. Zu den bekanntesten Seiten zählen, „Flickr“, „iStockphoto“, „AdobeStock“, „Gettyimages“ und „Fotolia“. Die Nutzungsbedingungen und Lizenzen sind dabei immer angegeben. Damit die Verwendung eines Inhalts auch rechtlich erlaubt ist, sollten Sie sich daher vorher mit dem Urheberrecht vertraut machen.
  • Eine weitere Möglichkeit bietet das sogenannte „Bildzitat“. Das Bildzitat funktioniert ähnlich wie ein Wortzitat. Es dient dazu eine Aussage zu untermauern. Allerdings darf es nicht nur thematisch passen. Ein Beispiel: Sie möchten in Ihrer Präsentation zeigen, wie Sie die Internetpräsenz eines Kunden optimiert haben. Dann können Sie beispielsweise (mit vorheriger Einwilligung des Kunden) einen Screenshot seiner Homepage verwenden. Würden Sie stattdessen die Homepage der Konkurrenz verwenden, nur weil sie zum Thema passt, wäre das nicht erlaubt. Ihre Aussagen müssen sich auf das konkrete Bild beziehen. Und genau wie bei einem Wortzitat, sollten Sie auch hier die Quellenangabe nicht vergessen.

NUTZUNG VON VIDEOS

Bei PowerPoint gibt es auch die Möglichkeit Videos auf einer Folie einzubetten. Dabei wird das Video nicht als Datei heruntergeladen und eingefügt, sondern bleibt mit einem Portal, wie YouTube, Vimeo, … verlinkt. Das Video wird zwar direkt in PowerPoint abgespielt, zieht die Daten aber aus der Videoplattform. Wird das Originalvideo auf der Plattform gelöscht, kann es auch in der Präsentation nicht mehr wiedergegeben werden.

2015 wurde zu dem Thema „Einbetten“ bzw. „Framing“ ein Grundsatzurteil gefällt. Seitdem verletzt Framing das Urheberrecht nicht, solange der geschützte Inhalt mit Zustimmung des Rechteinhabers im Internet für alle zugänglich ist. Trotzdem ist nicht immer Rechteinhaber auch derjenige, der das Video hochgeladen hat. Ist es ohne dessen Zustimmung oder Wissen online zugänglich, darf es nicht verwendet werden. Das bedeutet letztlich einen hohen Rechercheaufwand mit einem bleibenden Restrisiko.

FAZIT

Die Nutzung von Bildern, Grafiken und Videos aus externen Quellen kann eine Präsentation sehr bereichern und gestalterisch auf ein neues Level heben. Trotzdem birgt es auch einige Risiken, wenn das Urheberrecht nicht beachtet wird. Daher ist es oft besser, einmal mehr nachzufragen und wirklich sicherzugehen. So spart man sich eine Abmahnung, die in die Tausende gehen kann.

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